Vereinsaktivitäten im Mai 2026

Auch im Mai beschäftigten wir uns mit dem Erhalt und der Restaurierung unserer Vereinsanlagen, der GSVBw 22 Elmlohe sowie des Museumsbunkers Hannover. Im Rahmen der regelmäßigen Wartungs- und Funktionskontrollen wurden sämtliche technischen Anlagen überprüft und notwendige Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.

Während eines regelmäßigen Funktionstests im Museumsbunker Hannover wurde erneut ein Defekt an einem elektromechanischen Zeitrelais festgestellt, das Bestandteil einer Stern-Dreieck-Anlassschaltung eines Elektromotors ist. Um die Betriebsbereitschaft der Anlage sicherzustellen, wurde das fehlerhafte Bauteil umgehend durch ein funktionsfähiges Ersatzgerät ersetzt.

Zu den regelmäßig durchgeführten Arbeiten zählen außerdem Kontrollrundgänge durch sämtliche Bereiche und Ebenen der ehemaligen Zivilschutzanlage. Diese dienen der frühzeitigen Erkennung möglicher Schäden oder technischer Auffälligkeiten. Im Berichtszeitraum konnten dabei keine Mängel festgestellt werden.

Besonderes Interesse galt im Außenbereich der sogenannten Zerschellerplatte. Da diese auf der Rückseite des Hochbunkers nicht vollständig von Erdreich bedeckt ist, kann ein Teil ihrer Konstruktion heute noch eingesehen werden. Über ihre genauen Abmessungen liegen jedoch bislang nur wenige Unterlagen vor.

Bei einer Zerschellerplatte handelt es sich um eine massive, das Bauwerk umgebende Betonkonstruktion im Bereich des Fundaments. Sie sollte die Schutzwirkung des Bunkers erhöhen, indem sie die Eindringtiefe von Bomben und anderen Kampfmitteln bei Einschlägen in unmittelbarer Bauwerksnähe verringerte. Auf diese Weise sollte insbesondere eine Beschädigung des Fundaments und der tragenden Bauwerksstruktur verhindert werden.

Anhand einer vorhandenen Schnittzeichnung konnten wir für die Zerschellerplatte eine Breite von etwa 5,00 Metern an der Vorderseite sowie rund 6,00 Metern an der Rückseite des Bunkers ermitteln. Die Plattenstärke beträgt nach den vorliegenden Unterlagen etwa 1,40 Meter. Ein Längsschnitt, aus dem weitere Informationen zur Abmessung der Konstruktion hervorgehen würden, liegt uns jedoch bislang nicht vor.

Im Zuge weiterer Recherchen in unserem Vereinsarchiv konnten mehrere ältere Fotografien aufgefunden werden, auf denen Teile der Zerschellerplatte freigelegt zu sehen sind. Nach Auswertung der ergänzenden Unterlagen entstanden diese Aufnahmen im Jahr 2005 während Arbeiten am Wasserleitungsnetz im Umfeld des Bunkers. Der betreffende Bereich ist heute vollständig gepflastert und wird als Parkplatz genutzt. Zwar lassen sich anhand der Fotografien keine exakten Maße bestimmen, sie vermitteln jedoch einen anschaulichen Eindruck von den erheblichen Dimensionen dieser Schutzmaßnahme.

Auf der Rückseite des Museumsbunkers Hannover ist die Zerschellerplatte zum Teil sichtbar. Im linken Teilbereich wurde eine Rampe zur Gittertür aus Beton angefertigt.
Auf der Rückseite des Museumsbunkers Hannover ist die Zerschellerplatte zum Teil sichtbar. Im linken Teilbereich wurde eine Rampe zur Gittertür aus Beton angefertigt.

 

Historische Aufnahmen

Bei Erdarbeiten wurde die Platte an der Längstseite des Bunkers freigelegt.
Bei Erdarbeiten wurde die Platte an der Längstseite des Bunkers freigelegt.
An der Stirnseite des Bunkers wurde ein Teil der Zerschellerplatte freigelegt und vermittelt so die Ausmaße der Platte. Heute befindet sich an dieser Stelle ein vollständig gepflasterter Parkplatz.
An der Stirnseite des Bunkers wurde ein Teil der Zerschellerplatte freigelegt und vermittelt so die Ausmaße der Platte. Heute befindet sich an dieser Stelle ein vollständig gepflasterter Parkplatz.
Detail: Freigelegte Zerschellerplatte des Museumsbunkers Hannover.
Detail: Freigelegte Zerschellerplatte des Museumsbunkers Hannover.
Zum Vergleich die im Rahmen von Bauarbeiten vollständig freigelegte Zerschellerplatte an der Stirnseite der Zivilschutzanlage Herrenhausen.
Zum Vergleich die im Rahmen von Bauarbeiten vollständig freigelegte Zerschellerplatte an der Stirnseite der Zivilschutzanlage Herrenhausen.
Vollständige Ansicht der Zivilschutzanlage Herrenhausen mit freigelegter Zerschellerplatte an der Stirnseite. Dieses Schutzbauwerk wurde im Jahre 2014 abgerissen.
Vollständige Ansicht der Zivilschutzanlage Herrenhausen mit freigelegter Zerschellerplatte an der Stirnseite. Dieses Schutzbauwerk wurde im Jahre 2014 abgerissen.

 

Übrigens, haben wir Dein Interesse geweckt?

Hast du Freude daran, ein Stück Geschichte lebendig zu erhalten?

Unsere Vereinsanlagen – einzigartige, denkmalgeschützte Schutzbauwerke – brauchen Menschen, die sich mit Begeisterung für Pflege, Erhalt und Vermittlung einsetzen.

Ob bei der Instandhaltung unserer Anlagen, bei der Gestaltung von Gästeführungen oder einfach durch dein Mitwirken im Vereinsleben: Bei uns kannst du dich auf vielfältige Weise einbringen. Dabei steht nicht nur die Arbeit im Vordergrund, sondern vor allem ein lockeres, ehrliches und freundschaftliches Miteinander.

Wenn du Lust hast, Teil unseres Teams zu werden und unsere ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen, freuen wir uns über deine Nachricht. Nutze dafür gerne unser Kontaktformular – wir freuen uns, dich kennenzulernen!

 

Unser aktuelles Titelbild

Unser aktuelles Titelbild auf der Startseite zeigt den Treppenaufgang zum zweiten Obergeschoss des Museumsbunkers Hannover. Die bislang nicht zugänglichen Bereiche im zweiten und dritten Obergeschoss werden derzeit restauriert und für die Präsentation vorbereitet. Ziel ist es, diese Etagen künftig als weitere authentische Zeugnisse der Geschichte des Schutzbauwerks in die Führungen einzubeziehen.