Vereinsaktivitäten im Juni 2026

Viel Sonne und reichlich Regen sorgten dafür, dass sich die Vegetation auf der Rückseite des Museumsbunkers Hannover kräftig und prächtig entwickelte. Bei unseren regelmäßig durchgeführten Sichtkontrollen stellten wir bereits im Vormonat fest, dass der Betriebsweg, der am Filteranbau entlang führt, nicht mehr begehbar war.

Dieser Betriebsweg wird jedoch von unserem Energieversorgungsunternehmen (EVU) genutzt, um Kontroll- und Wartungsarbeiten an der Mittelspannungsschaltstation, die sich am Bunker befindet, durchzuführen. Um unserem EVU weiterhin einen problemlosen Zugang zur MS-Schaltstation zu ermöglichen, haben wir uns im Juni mit dem Rückschnitt des Wildwuchses beschäftigt.

Aufgrund der beeindruckenden Größe der Brennnesseln und der anderen Wildkräuter wurde der Rückschnitt mit unserer akkubetriebenen Motorsense durchgeführt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Betriebsweg und weitere Grünflächen sind vorerst wieder begehbar.

Kein Durchkommen mehr möglich: Wildkräuter und Unkräuter haben den Betriebsweg am Filteranbau nahezu unpassierbar gemacht. Die Brennnesseln haben zum Teil eine Höhe erreicht, die der Größe einer Person entsprechen.
Kein Durchkommen mehr möglich: Wildkräuter und Unkräuter haben den Betriebsweg am Filteranbau nahezu unpassierbar gemacht. Die Brennnesseln haben zum Teil eine Höhe erreicht, die der Größe einer Person entsprechen.
Unkräuter haben sich auch am Aufstieg zum Tank-Füllanschluss ausgebreitet.
Unkräuter haben sich auch am Aufstieg zum Tank-Füllanschluss ausgebreitet.
Starker Wildwuchs auf der kleinen Grünfläche auf der Bunkerrückseite.
Starker Wildwuchs auf der kleinen Grünfläche auf der Bunkerrückseite.

 

Nach dem Rückschnitt

Der Betriebsweg am Filteranbau ist wieder problemlos begehbar. Der gesamte Wildwuchs wurde mit der akkubetriebenen Motorsense zurückgeschnitten.
Der Betriebsweg am Filteranbau ist wieder problemlos begehbar. Der gesamte Wildwuchs wurde mit der akkubetriebenen Motorsense zurückgeschnitten.
Die Grünfläche am Aufstieg zum Füllanschluss der Tankanlage nach dem Rückschnitt mit der Motorsense.
Die Grünfläche am Aufstieg zum Füllanschluss der Tankanlage nach dem Rückschnitt mit der Motorsense.
Auch der Wildwuchs auf der kleinen Grünfläche auf der Bunkerrückseite wurde zurückgeschnitten.
Auch der Wildwuchs auf der kleinen Grünfläche auf der Bunkerrückseite wurde zurückgeschnitten.

 

Auch nach über 10 Jahren Projektarbeit im Museumsbunker Hannover entdecken wir immer wieder Überraschungen….

Ebenfalls im Juni inspizierten wir den Bereich hinter den beiden Notwasser-Vorratsbehältern in der sogenannten „Brunnenstube“ des Bunkers. Die beiden Behälter verfügen jeweils über ein Fassungsvermögen von 9 m³ und sind so angeordnet, dass zwischen ihrer Rückseite und der Außenwand des Bauwerks lediglich ein etwa 40 cm breiter Zwischenraum verbleibt. Bei der Begehung dieses ansonsten nur schwer zugänglichen Bereichs fiel uns hinter einem der beiden Behälter ein an der Wand montierter Schaltkasten auf, dem wir keine Funktion zuordnen konnten.

Wir recherchierten in unserem Vereinsarchiv und wurden schließlich fündig. In der Fotodokumentation des ehemaligen Luftschutzbunkers in der Haltenhoffstraße entdeckten wir einen baugleichen Schaltkasten. Dort konnte dieser eindeutig als sogenannter Hausanschlusskasten (HAK) identifiziert werden, über den die elektrische Energieversorgung des Bauwerks erfolgte. Der Bunker in der Haltenhoffstraße wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch großflächige Öffnungen in den Umfassungswänden entfestigt. Zahlreiche technische Einbauten, darunter auch der Hausanschlusskasten, blieben jedoch erhalten und sind bis heute im Bauwerk vorhanden.

Vor diesem Hintergrund liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei dem im Museumsbunker Hannover entdeckten Schaltkasten ebenfalls um den originalen Hausanschlusskasten des ehemaligen Luftschutzbunkers handelt. Dieser dürfte ursprünglich der Einspeisung der elektrischen Energie gedient haben. Im Zuge der Instandsetzung und Umrüstung des Bauwerks zur Zivilschutzanlage im Rahmen des Vorabprogramms der 1960er Jahre wurde der Hausanschluss stillgelegt, zurückgebaut und der Anschlusskasten vor Ort belassen. Man platzierte den Notwasser-Vorratsbehälter einfach unmittelbar vor dem Schaltkasten, so dass diese historische Komponente von dem Wasserbehälter verdeckt wurde.

Aufgrund dieser besonderen Umstände und zur Wahrung des Originalzustandes belassen wir den Anschlusskasten an Ort und Stelle – wo er vermutlich schon im Jahre 1942 platziert wurde.

Fundstück: Dieser Anschlusskasten ist an der Umfassungswand des Bunkers befestigt und befindet sich in einem schmalen und schwer zugänglichen Bereich hinter einem der beiden Notwasser-Vorratsbehälter. Da keine Leitungswege erkennbar sind, war für uns die Funktion zunächst unklar.
Fundstück: Dieser Anschlusskasten ist an der Umfassungswand des Bunkers befestigt und befindet sich in einem schmalen und schwer zugänglichen Bereich hinter einem der beiden Notwasser-Vorratsbehälter. Da keine Leitungswege erkennbar sind, war für uns die Funktion zunächst unklar.
Frontalansicht des Anschlusskastens hinter dem Notwasserbehälter im Museumsbunker Hannover. Aufgrund der räumlichen Enge wurde dieses Bild aus den Seitenansichten rekonstruiert.
Frontalansicht des Anschlusskastens hinter dem Notwasserbehälter im Museumsbunker Hannover. Aufgrund der räumlichen Enge wurde dieses Bild aus den Seitenansichten rekonstruiert.
Einen identischen Anschlusskasten haben wir auf unseren Archivfotos vom Bunker Haltenhoffstraße gefunden. Die Aufnahme entstand in der ehemaligen Elektroverteilung des Bunkers. Es handelte sich dabei um einen Hausanschlusskasten (HAK). Da keine Nachnutzung der elektrischen Einrichtungen erfolgte, gehen wir davon aus, dass es sich hierbei um die originale Ausstattung handelt.
Einen identischen Anschlusskasten haben wir auf unseren Archivfotos vom Bunker Haltenhoffstraße gefunden. Die Aufnahme entstand in der ehemaligen Elektroverteilung des Bunkers. Es handelte sich dabei um einen Hausanschlusskasten (HAK). Da keine Nachnutzung der elektrischen Einrichtungen erfolgte, gehen wir davon aus, dass es sich hierbei um die originale Ausstattung handelt.

 

Übrigens, haben wir Dein Interesse geweckt?

Hast du Freude daran, ein Stück Geschichte lebendig zu erhalten?

Unsere Vereinsanlagen – einzigartige, denkmalgeschützte Schutzbauwerke – brauchen Menschen, die sich mit Begeisterung für Pflege, Erhalt und Vermittlung einsetzen.

Ob bei der Instandhaltung unserer Anlagen, bei der Gestaltung von Gästeführungen oder einfach durch dein Mitwirken im Vereinsleben: Bei uns kannst du dich auf vielfältige Weise einbringen. Dabei steht nicht nur die Arbeit im Vordergrund, sondern vor allem ein lockeres, ehrliches und freundschaftliches Miteinander.

Wenn du Lust hast, Teil unseres Teams zu werden und unsere ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen, freuen wir uns über deine Nachricht. Nutze dafür gerne unser Kontaktformular – wir freuen uns, dich kennenzulernen!

 

Unser aktuelles Titelbild

Unser aktuelles Titelbild auf der Startseite zeigt einen mit Schutzraum-Sitzbänken ausgestatteten Schutzraum im zweiten Obergeschoss des Museumsbunkers Hannover. Diese Ebene sowie das darüberliegende dritte Obergeschoss konnten aufgrund von Wasserschäden wegen einer undichten Dacheindeckung über einen langen Zeitraum nicht genutzt werden. Erst nach einer gründlichen Überprüfung der betroffenen Bereiche konnten wir die Stromversorgung vor kurzem wieder in Betrieb nehmen. Damit sind diese Teile des Bauwerks nach langer Zeit wieder zugänglich und können nun schrittweise weiter saniert werden.