Vereinsaktivitäten im Juli 2022

Neuzugang im Museumsbunker Hannover: Wir durften eine Materialspende in Form einer Aluminium-Getränkekanne in Empfang nehmen. Diese originale Schutzraumausstattung stammt aus der ehemaligen Zivilschutzanlage Ernst-August-Platz (Bahnhofsbunker Hannover). Die Getränkekanne wird einen festen Platz in unserer Ausstellung erhalten. Vielen Dank dafür!

Übrigens: Die „Bedarfsmenge bei Schutzräumen für 2.500 Personen“ ist in der „Zusammenstellung über Geräte für die Ausstattung von öffentlichen Schutzräumen und Mehrzweckbauten“, aufgestellt vom Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz im November 1968, mit 35 Stück „Kaffeekanne, 10 Liter Inhalt“ angegeben. Wir benötigen also noch einige Kannen, um wieder den Originalbestand zu erreichen.

Eine Getränkekanne aus Aluminium mit 10 Liter Inhalt. Die Kanne hat einen Klappdeckel sowie einen schwarzen Henkel. Bei dieser Kanne handelt es sich um eine originale Schutzraumausstattung aus der ehemaligen Zivilschutzanlage Ernst-August-Platz (dem Bahnhofsbunker Hannover).
Originale Schutzraumausstattung: Die Getränkekanne, Inhalt 10 Liter, stammt aus der ehemaligen Zivilschutzanlage Ernst-August-Platz (dem Bahnhofsbunker Hannover).
Die Getränkekanne hat einen Platz im Bunker in der Durchreiche der Küche, die zur Essensausgabe dient, bekommen. In der Durchreiche sind bereits eine weitere identische Kanne, Getränkebecher, Essschalen und Kunststoffteller, eine Getränkekanne mit Zapfhahn sowie ein vierteiliger Essensbehälter aufgestellt.
Die Getränkekanne hat einen Platz in der Essensausgabe im Küchenbereich bekommen.

 

Auch unser Vereinsarchiv konnte einen sehr interessanten Neuzugang verzeichnen. Durch Zufall haben wir in den sozialen Netzwerken ein historisches Foto des Museumsbunkers Hannover entdeckt. Es wurde am 25.05.1955 vom Fotografen Wilhelm Hauschild angefertigt. Es zeigt den Luftschutzbunker 10 Jahre vor den technisch aufwändigen Umbaumaßnahmen im Vorabprogramm des Instandsetzungsprogramms. Die weitere Recherche ergab, dass das Foto aus dem HAZ-Hauschild-Archiv des Historischen Museums Hannover stammt. Wir haben einen „Abzug“ für unsere Bunker-Chronik eingekauft und das Foto dort eingeordnet.

Der Fotograf Wilhelm Hauschild hat diese Aufnahme vom Luftschutzbunker in der Torstenssonstraße am 25.05.1955 vom Turm der St. Thomaskirche aus angefertigt. (Bildquelle: HAZ-Hauschild-Archiv, Historisches Museum Hannover)
Der Fotograf Wilhelm Hauschild hat diese Aufnahme vom Luftschutzbunker in der Torstenssonstraße am 25.05.1955 vom Turm der St. Thomaskirche aus angefertigt. (Bildquelle: HAZ-Hauschild-Archiv, Historisches Museum Hannover)

 

Im Juli besuchte uns die CDU-Fraktion der Region Hannover im Rahmen ihrer CDU/FDP-Sommertour. In einer Führung durch den Museumsbunker Hannover informierten sich die Abgeordneten Michaela Michalowitz, Maria Hesse, Inken Wellmann, Oliver Groseck und CDU-Landtagskandidatin Sabrina Kahmann über die Zivilschutzanlage und unsere ehrenamtlichen und gemeinnützigen Vereinsarbeit. Der daraus entstandene Bericht kann in unserem Pressespiegel eingesehen werden.

Die CDU-Fraktion der Region Hannover berichtet in den sozialen Netzwerken über den Besuch im Museumsbunker Hannover.
Die CDU-Fraktion der Region Hannover berichtet in den sozialen Netzwerken über den Besuch im Museumsbunker Hannover.

 

Weiterhin haben wir einige Instandsetzungsarbeiten im Museumsbunker Hannover durchgeführt. Im ersten Obergeschoss hat sich die Kopflehne einer Schutzraum-Sitzbank gelöst und ist heruntergefallen. Die Ursache wurde schnell gefunden: Eine Einhängevorrichtung hatte sich gelockert. Nach der Reparatur sitzt die Lehne wieder fest im Rahmen.

Im Durchgangsbereich ist uns eine defekte Deckenlampe aufgefallen. Korrodierte Kontakte an der Leuchtstoffröhre sorgten hier für einen Ausfall. Die Lampe wurde zerlegt, gereinigt und ist nun wieder voll funktionsfähig – und befindet sich nach wie vor im Originalzustand.

Die Steuerschränke für die elektrohydraulisch betätigten Schleusentüren haben eine gründliche Reinigung erhalten. Diesmal war der Dienstraum des Schleusenwärters für die Schleusen 1 und 2 an der Reihe. Dabei wurden die Bedienelemente und Oberflächen besonders schonend gereinigt, damit keine Schäden an der voll funktionsfähigen Anlage entstehen.

Eine Schutzraum-Sitzbank im Bunker. Die Kopflehne ist heruntergefallen und liegt auf der Sitzfläche.
Die Kopflehne der vorderen Schutzraum-Sitzbank ist heruntergefallen und liegt auf der Sitzfläche.
Die Schutzraum-Sitzbank im Bunker nach der Reparatur: Die Einhängevorrichtungen wurden neu befestigt und die Kopflehne der Schutzraum-Sitzbank wieder sicher befestigt.
Nach der Reparatur: Die Einhängevorrichtungen wurden neu befestigt und die Kopflehne der Schutzraum-Sitzbank wieder sicher befestigt.
Die Schutzraum-Sitzbank im Bunker von hinten betrachtet: Auf der Rückseite der Kopflehne sind U-Profile befestigt. Damit wird die Kopflehne in die Einhängevorrichtung eingehängt und so am Rahmen der Schutzraum-Sitzbank befestigt.
Auf der Rückseite der Kopflehne sind U-Profile befestigt. Damit wird die Kopflehne in die Einhängevorrichtung eingehängt und so am Rahmen der Schutzraum-Sitzbank befestigt.
Die Deckenleuchte im Durchgangsbereich des ersten Obergeschosses im Bunker ist eingeschaltet und wieder voll funktionsfähig. Sie befindet sich nach wie vor im Originalzustand.
Die Deckenleuchte im Durchgangsbereich des ersten Obergeschosses ist wieder voll funktionsfähig – und im Originalzustand.
In diesem Schleusenwärter-Dienstraum im Bunker Hannover stehen diese zwei Steuerschränke für die elektrohydraulisch betätigten Schleusentüren 1 und 2 (von insgesamt 6). Der Unterschied zwischen dem gereinigten Steuerschrank auf der rechten Seite und den noch zur Reinigung ausstehenden Steuerschrank auf der linken Seite ist deutlich sichtbar. Die Oberfläche des rechten Steuerschrankes wurde von Verschmutzungen befreit.
In diesem Schleusenwärter-Dienstraum stehen die Steuerschränke für die elektrohydraulisch betätigten Schleusentüren 1 und 2 (von insgesamt 6). Der Unterschied zwischen dem gereinigten Steuerschrank auf der rechten Seite und den noch zur Reinigung ausstehenden Steuerschrank auf der linken Seite ist deutlich sichtbar.
Die beiden Steuerschränke für die elektrohydraulisch betätigten Schleusentüren 1 und 2 im Bunker nach Abschluss der Reinigungsarbeiten im eingeschalteten Zustand. Auf beiden Steuerschränken leuchten die Kontrolllampen.
Die Steuerschränke für die elektrohydraulisch betätigten Schleusentüren 1 und 2 nach Abschluss der Reinigungsarbeiten im eingeschalteten Zustand.

 

Unser aktuelles Titelbild

Unser aktuelles Titelbild auf der Startseite zeigt den Dieselmaschinensatz zur Notstromversorgung im ehemaligen Verstärkeramt Rheda-Wiedenbrück. Der luftgekühlte 12-Zylinder-Deutz-Motor mit einem Hubraum von 19 Litern leistet 112 PS bei 1000 U/min. Der unter Erdgleiche angelegte Schutzbau beherbergt heute das „Radio- und Telefonmuseum im Verstärkeramt“.