Im Februar durften wir im Museumsbunker Hannover eine besondere Besuchergruppe begrüßen: Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Herr Belit Onay, besuchte gemeinsam mit seinem Büroteam, dem Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters, die denkmalgeschützte Zivilschutzanlage, um sich eingehend über die baulichen Strukturen des Zivilschutzes sowie über die ehrenamtliche Arbeit des Trägervereins Vorbei e.V. zu informieren.
Im Rahmen einer ausführlichen Führung wurden sämtliche relevanten Funktionsbereiche der Anlage vorgestellt. Dazu zählten unter anderem die Schutzräume für die Zivilbevölkerung, die technischen Betriebsräume mit Notstromversorgung und Lüftungstechnik sowie die Sanitäts- und Kücheneinrichtung, die im Ernstfall eine mehrtägige autarke Versorgung gewährleisten sollten. Ergänzend dazu wurde aus originalen Handlungsanweisungen, Schriftwechsel mit übergeordneten Behörden sowie zeitgenössischen Dokumenten berichtet, die die organisatorischen und administrativen Abläufe des baulichen Zivilschutzes während des Kalten Krieges nachvollziehbar machen.
Die in den 1960er Jahren im Vorabprogramm des Instandsetzungsprogrammes hergerichtete Zivilschutzanlage ist heute Landesweit als einzigartig einzustufen. In dieser Zeit wurden in der Bundesrepublik Deutschland zahlreiche Mehrzweck- und Schutzanlagen errichtet, um im Spannungs- oder Verteidigungsfall einen begrenzten Schutz der Bevölkerung vor den Auswirkungen moderner Waffen zu ermöglichen. Die im Museumsbunker erhaltenen technischen Einrichtungen und Dokumente veranschaulichen diese Zusammenhänge in authentischer Weise.
Zum Abschluss des Besuchs würdigte der Oberbürgermeister die Arbeit des Vereins mit einem freundlichen und wertschätzenden Eintrag in unserem Gästebuch.
Wir bedanken uns für den Besuch, das gezeigte Interesse an der historischen Zivilschutzarchitektur sowie für die anerkennenden Worte zum ehrenamtlichen Engagement und zum Erhalt dieses bedeutenden zeitgeschichtlichen Bauwerks. Vielen Dank!






Im Februar begrüßten wir im Museumsbunker Hannover weiterhin die Seminarteilnehmenden des Pastoralkolleg Niedersachsen/Loccum zu einer fachlich ausgerichteten Exkursion. Die aus Pfarrerinnen und Pfarrern bestehende Besuchergruppe besuchte die denkmalgeschützte Zivilschutzanlage im Rahmen des Seminarthemas „Raumerfahrungen“. Auch hier bedanken wir uns für das große Interesse, dass unserer ehrenamtlichen Vereinsarbeit entgegengebracht wurde.
Aufräum- und Sanierungsarbeiten in den beiden Obergeschossen des Museumsbunkers Hannover
Nach dem erfolgreichen Abschluss der umfassenden Dachsanierung im Juni 2025 (siehe Tätigkeitsbericht Juni 2025) begann für uns ein weiteres, langfristig angelegtes Sanierungsvorhaben: die Instandsetzung der beiden Obergeschosse der denkmalgeschützten Zivilschutzanlage aus den 1960er Jahren.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren die oberen beiden Ebenen aufgrund erheblicher Feuchtigkeitsschäden dauerhaft nicht nutzbar. Über Jahre hinweg war Niederschlagswasser durch Undichtigkeiten im Dachaufbau sowie über feine Rissstrukturen in der rund 2,50 Meter starken Stahlbetondecke in das Bauwerk eingedrungen. Die daraus resultierende Durchfeuchtung führte zu Putzabplatzungen und Korrosionserscheinungen an metallischen Einbauten. Aus Sicherheitsgründen wurde daher die Stromversorgung der betroffenen Geschosse vollständig abgeschaltet und die Zugänge an beiden Treppenaufgängen gesperrt.
Um Folgeschäden an der historischen Bausubstanz und an der musealen Ausstattung zu minimieren, stellten unsere Vereinsmitglieder im Obergeschoss zahlreiche Mörtelwannen auf, die regelmäßig entleert wurden, um eindringendes Wasser kontrolliert aufzufangen. Dieses Vorgehen entsprach einer provisorischen, aber auch sachgerechten Maßnahme zur Schadensbegrenzung bis zur grundlegenden baulichen Instandsetzung.
Auch nach Abschluss der Dachsanierung werden weiterhin in regelmäßigen Abständen Sichtkontrollen durchgeführt. Dabei gilt besondere Aufmerksamkeit den zuvor festgestellten feinen Rissen in der massiven Betondecke sowie möglichen Feuchteindikatoren an Wand- und Deckenflächen. Da über einen längeren Beobachtungszeitraum hinweg kein erneuter Wassereintritt festgestellt werden konnte, wurden sämtliche Auffangwannen zurückgebaut und an einem zentralen Sammelplatz im Erdgeschoss eingelagert.


Mit dem Beginn der Sanierung der Obergeschosse wird nun ein weiterer wesentlicher Schritt zur langfristigen Sicherung und Wiederherstellung der baulichen Substanz vollzogen. Ziel ist es, die bislang gesperrten Bereiche perspektivisch wieder zugänglich zu machen und sie in das museale Nutzungskonzept zu integrieren.
Im Februar konnte im Rahmen der laufenden Sanierung der Obergeschosse ein wesentlicher Meilenstein erreicht werden.
Zunächst wurden sämtliche Deckenleuchten, die infolge des langjährigen Wassereintritts beschädigt worden waren, fachgerecht außer Betrieb genommen. Teilweise hatten sich durch Korrosion und Materialermüdung Deckenhalterungen gelöst, sodass einzelne Leuchten zu Boden gefallen waren. Um Gefahren auszuschließen und eine ordnungsgemäße Instandsetzung vorzubereiten, wurden alle betroffenen Leuchten an den jeweiligen Verteilerdosen fachgerecht abgeklemmt und demontiert.
Im Anschluss daran erfolgte eine systematische Überprüfung der elektrischen Infrastruktur in den betroffenen Geschossen. Sämtliche Leitungsverteiler wurden geöffnet, auf mögliche Feuchtigkeitsschäden kontrolliert und die Anschlussklemmen auf festen Sitz überprüft. Ergänzend wurden elektrische Messungen durchgeführt. Diese Vorgehensweise entspricht den allgemein anerkannten sicherheitstechnischen Standards im Umgang mit Bestandsanlagen, insbesondere in feuchtebelasteten Bereichen.
Da die Prüfungen keine sicherheitsrelevanten Mängel ergaben, konnte die Stromversorgung der oberen Geschosse schrittweise wieder in Betrieb genommen werden. Erstmals seit längerer Zeit war es damit möglich, die originale Beleuchtung im zweiten und dritten Obergeschoss wieder einzuschalten!. Diese Maßnahme sorgte für ungewohnte Eindrücke.
Mit der Wiederherstellung der Beleuchtung ist eine wichtige Grundlage für die weiteren Sanierungs- und Reinigungsarbeiten geschaffen worden. Zugleich stellt die Reaktivierung der originalen Lichtanlage einen wichtigen Schritt zur Bewahrung der authentischen technischen Ausstattung der Zivilschutzanlage aus den 1960er Jahren dar.









Übrigens, haben wir Dein Interesse geweckt?
Hast du Freude daran, ein Stück Geschichte lebendig zu erhalten?
Unsere Vereinsanlagen – einzigartige, denkmalgeschützte Schutzbauwerke – brauchen Menschen, die sich mit Begeisterung für Pflege, Erhalt und Vermittlung einsetzen.
Ob bei der Instandhaltung unserer Anlagen, bei der Gestaltung von Gästeführungen oder einfach durch dein Mitwirken im Vereinsleben: Bei uns kannst du dich auf vielfältige Weise einbringen. Dabei steht nicht nur die Arbeit im Vordergrund, sondern vor allem ein lockeres, ehrliches und freundschaftliches Miteinander.
Wenn du Lust hast, Teil unseres Teams zu werden und unsere ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen, freuen wir uns über deine Nachricht. Nutze dafür gerne unser Kontaktformular – wir freuen uns, dich kennenzulernen!
Unser aktuelles Titelbild
Unser aktuelles Titelbild auf der Startseite zeigt einen Liegeraum im zweiten Obergeschoss des Museumsbunkers Hannover – erstmalig mit eingeschalteter Originalbeleuchtung.

