Die originalen technischen Anlagen und Einrichtungen des Museumsbunkers Hannover befinden sich auch heute noch nahezu im Originalzustand und sind größtenteils weiterhin betriebsfähig. Um ihre Funktionsfähigkeit dauerhaft zu erhalten und mögliche Störungen frühzeitig zu erkennen, werden die technischen Anlagen in regelmäßigen Abständen einem Probebetrieb unterzogen. Diese Funktionsprüfungen dienen dazu, technische Mängel rechtzeitig festzustellen und notwendige Reparaturarbeiten einzuleiten.
Im Juli wurde ein Probebetrieb der elektrohydraulisch betätigten Schleusentüren der Schleuse 1 durchgeführt. Dabei wurden sowohl die beiden Schleusendrucktüren als auch die Dosierschleuse am Außenabschluss über die originale Steuerungsanlage hydraulisch betätigt. Sämtliche Schalt- und Steuerungsvorgänge verliefen zunächst störungsfrei. Auch die in den technischen Unterlagen angegebene maximale Öffnungs- bzw. Schließzeit von zehn Sekunden wurde eingehalten – und sogar unterschritten.
In diesem Rahmen haben wir auch die Verriegelung der Schleusenanlage überprüft. Diese gewährleistet, dass jeweils nur eine der beiden Schleusendrucktüren geöffnet werden kann, während die andere vollständig geschlossen und verriegelt ist. Dadurch wird die für den Schutzbetrieb notwendige Schleusenfunktion sichergestellt. Auch diese sicherheitsrelevante Verriegelung ist noch vollständig funktionsfähig.
Nach dem Abschluss der Funktionstests wurden die beiden Schleusendrucktüren sowie die Dosierschleuse wieder geschlossen und verriegelt. Während des Schließvorgangs der äußeren Schleusendrucktür stellten wir am Steuergerät im Dienstraum des Schleusenwärters einen plötzlichen Druckabfall im Hydrauliksystem fest. Die Anlage wurde deshalb sofort abgeschaltet, um Folgeschäden zu vermeiden.
Eine anschließende Sichtprüfung bestätigte unsere Befüchtung: Erneut war ein Hydraulikschlauch des Systems geplatzt. Durch das sofortige Abschalten der Anlage trat lediglich eine geringe Menge Hydrauliköl aus. Diese wurde umgehend mit Ölbindemittel aufgenommen und so für die ordnungsgemäße Entsorgung vorbereitet. Der beschädigte Hydraulikschlauch wurde anschließend durch einen neu beschafften Ersatzschlauch ersetzt. Nach dem Einbau des neuen Schlauchs sowie der Entlüftung des Hydraulikkreislaufs konnte die Schleusendrucktür wieder problemlos geschlossen werden. Bei einer anschließenden Sichtprüfung wurden keine Undichtigkeiten oder weitere Auffälligkeiten festgestellt.
Wir vermuten, dass die Hydraulikschläuche durch Materialalterung platzen. Die aus Gummi gefertigten Schläuche unterliegen in den Jahren einem Alterungsprozess. Das Material verliert dadurch im Laufe der Zeit an Festigkeit, Elastizität und mechanische Belastbarkeit. Aufgrund dieser Materialermüdung steigt das Risiko von Rissbildungen und Schlauchplatzern. Da sich solche Fehlersituationen in letzter Zeit häufen, planen wir nun den Austausch aller Hydraulikschläuche im Rahmen einer vorbeugenden Instandsetzungsmaßnahme.







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Unser aktuelles Titelbild
Unser aktuelles Titelbild auf der Startseite zeigt den Leitstand des Bahnkraftwerks Muldenstein. Die 1912 erbaute Anlage diente der schrittweisen Elektrifizierung des Eisenbahnnetzes. Im Jahre 1994 wurde der Kraftwerksbetrieb eingestellt. Der Abriss der Anlage begann im Jahre 2007. Im Jahre 2012 wurde auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände eine Photovoltaik-Anlage installiert.

