Virtuelles GSVBw-Museum: Objekt R Rückhaltebecken

GSVBw – Die Grundnetzschalt- und Vermittlungsstellen der Bundeswehr

Objekt R: Rückhaltebecken

Das Rückhaltebecken erfüllte je nach GSVBw-Ausführung verschiedene Aufgaben. Bei einer GSVBw mit Wasserkühlung (Typ A und Typ B) diente es zur Abkühlung des Kühlwassers, um die Zuführung von erhitztem Wasser in das öffentliche Netz oder dem Grundwasser zu verhindern. Bei einem Ausfall der Tauchpumpen im objekteigenen Brunnen wurde der Inhalt des Rückhaltebeckens als Kühlwasserreserve genutzt, um die Möglichkeit zu schaffen, den Dieselmotor auch während Reparaturzeiten betreiben zu können. In der GSVBw mit Luftkühlung (Typ C und Typ D) erfolgte mit dem Wasservorrat im Rückhaltebecken der Betrieb der Berieselungskühlanlage und der Kältemaschine.

Das Rückhaltebecken wurde bei der GSVBw mit Wasserkühlung (Typ A und Typ B) ohne Schutzvorkehrungen gegen Waffenwirkung ausgeführt. Im Gegensatz dazu bekam das Rückhaltebecken bei einer luftgekühlten GSVBw (Typ C und Typ D) den gleichen Schutzumfang wie das Fernmeldebetriebsgebäude.

Die Platzierung des Rückhaltebeckens auf dem GSVBw-Grundstück erfolgte bei einer wassergekühlten GSVBw als Einzelobjekt in versenkter Bauweise. Die Erdüberdeckung des Objektes wurde so bemessen, dass das Pflanzenwachstum über dem Rückhaltebecken nicht durch die beim Betrieb zu erwartende Wärmeentwicklung beeinträchtigt, bzw. das Objekt durch Wärmeabstrahlung nicht lokalisierbar wird. Das aus Stahlbeton mit einer Wandstärke von 60cm gefertigte Objekt fasste 150 m3 Wasser. Ein zusätzlicher Schieber am Rückhaltebecken stellt eine Absperrmöglichkeit zur Verfügung, wenn die Rohrverbindung zum Fernmeldebetriebsgebäude beschädigt wurde. Der Zutritt für Kontrollgänge und Wartungstätigkeiten erfolgte durch einen als Schachtdeckel ausgeführten Einstieg. Das Rückhaltebecken war ständig gefüllt zu halten. Das vom Dieselmotor eingebrachte Kühlwasser strömte über den Vorlauf unten ein. Der steigende Wasserspiegel regulierte sich durch den Überlauf.

Bei der luftgekühlten GSVBw befand sich das Rückhaltebecken unter dem Fernmeldebetriebsgebäude, und wurde in der gleichen Betongüte und Bewehrungstechnik zusammen mit dem Fernmeldebetriebsgebäude erstellt. Der Zugang erfolgte durch das Fernmeldebetriebsgebäude. Das Becken wurde für mindestens 175 m3 Wasser ausgelegt.

 

Objekt R: Grundriss

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Wartungszugang zum Objekt R. Hinter dem Schachtdeckel befindet sich der Grobsandfilter zur Be- und Entlüftung des Rückhaltebeckens. Der Grobsandfilter wurde mit einem Dach als Wetterschutz ausgestattet.
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Objekt R im geleerten Zustand: Die Grundfläche von 100m2 erfordert Stabilisierungswände im Objekt. Ausgleichsöffnungen in den Stabilisierungswänden stellen den Wasserdurchlauf und den Ausgleich in allen 4 Kammern sicher.
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Ausgleichsöffnungen in den Stabilisierungswänden.
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Vom Vorlauf aus gesehen befindet sich der Überlauf auf der gegenüberliegenden Seite.

 

Schemazeichnung / Querschnitt durch eine GSVBw Typ C und Typ D:

Bei diesem GSVBw-Typ erfolgte die Platzierung des Rückhaltebeckens unterhalb der Betriebsräume des Fernmeldebetriebsgebäudes. Dem Rückhaltebecken stand daher der volle Schutzumfang des Fernmeldebetriebsgebäudes zur Verfügung. Der Wartungszugang erfolgte über das Fernmeldebetriebsgebäude.

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