Mai 2018

Zivilschutzanlage Hannover-Ricklingen: Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten im Museumsbunker Hannover

Ein gepflegtes Erscheinungsbild unserer Vereinsanlagen ist uns sehr wichtig. Daher beschäftigen wir uns regelmäßig mit Aufräum- und Reinigungsarbeiten. Im Mai 2018 stand deshalb unter anderem die Pflege der ehemaligen Zivilschutzanlage Hannover-Ricklingen (Museumsbunker Hannover) auf unserer Liste der zu erledigenden Aufgaben.

Besonders die öffentliche Grünfläche vor dem Bunker betrachten wir mit großer Aufmerksamkeit. Schließlich trägt diese Grünfläche nicht unwesentlich zum ersten Eindruck bei, den man von dem beeindruckenden Schutzbauwerk erhält. Dort werden wir leider immer wieder mit achtlos weggeworfenen Abfällen, Flaschen, Dosen, Verpackungen usw. konfrontiert. Regelmäßig befreien wir daher mit einem speziellen Abfallgreifer die Grünfläche von Abfällen und kümmern uns um die ordnungsgemäße Entsorgung.

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Mit dem Abfallgreifer wird die Grünfläche vor dem Bunker regelmäßig von Abfällen aller Art befreit.

 

Im Innenbereich des Bunkers wurden die Reinigungsarbeiten fortgesetzt. Mit Hilfe eines Industrie-Saugers wurden die Betriebsräume, Flure und Treppenbereiche gründlich gereinigt. Gegenüber der „klassischen“ Reinigung mit Besen und Kehrschaufel hat der Einsatz eines Industrie-Saugers wesentliche Vorteile: Es wird kein Staub aufgewirbelt, der sich auf der Schutzraumausstattung niederschlagen könnte – und die Reinigung erfolgt deutlich effektiver. Die regelmäßigen Reinigungsarbeiten im Innenraum des Schutzbauwerkes sind sehr wichtig. Schon in der Betriebszeit der Zivilschutzanlage wurden lt. uns vorliegender Dokumente regelmäßig Reinigungsarbeiten durch externe Dienstleister durchgeführt.

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Reinigung der Treppenbereiche mit einem Industriesauger.
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Gereinigter Bodenbereich vor dem Maschinenraum der Abwasser-Hebeanlage.
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Auch in diesem Durchgangsbereichen wurde der Boden gesäubert. Hier sind zwei R10-Raumfilter aus der Schutzbelüftungsanlage abgestellt.
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In der Brunnenstube zeigte sich ein weiterer Vorteil des Industrie-Saugers: Auch schwer zugängliche Stellen, z.B. unter der Wasserfilteranlage (links im Bild) oder unter den Notwasser-Vorratsbehältern (rechts im Bild) konnten problemlos gereinigt werden.
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Bodenreinigung abgeschlossen: Durchgangsbereich im Erdgeschoss der Zivilschutzanlage. Die Wände wurden mit hochklappbaren Schutzraum-Sitzplätzen ausgestattet.

 

In Schleuse 1 (insgesamt verfügt das Schutzbauwerk über sechs Zugangsschleusen) reinigten wir die Metallspiegel. Der Schleusenwärter hatte in seinem Dienstraum durch eine kleine Panzerglas-Scheibe nur einen begrenzten Blick in die Schleuse. Daher wurden Spiegel in der Schleuse installiert. Die Ausrichtung der Spiegel in der Schleuse erfolgte so, dass dem Schleusenwärter damit ein Blick auf die Schleusentüren ermöglicht wurde. Zum Schutz vor Erschütterungen wurden die Spiegel nicht aus Glas, sondern aus poliertem Metall ausgeführt. Nach der gründlichen Reinigung der Spiegel ist diese Funktion nun wieder vollständig hergestellt.

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Der Spiegel in der Zugangsschleuse besteht aus Metall und soll das Sichtfeld des Schleusenwärters erweitern. Allerdings ist er stark verschmutzt und kann so nicht als Spiegel genutzt werden.
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Nach Abschluss der Reinigungs- und Polierarbeiten ist die Funktion des Spiegels wieder hergestellt.
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Hinter dieser Schutzglas-Scheibe befindet sich der Dienstraum des Schleusenwärters. Die Schutzglas-Scheibe bietet die einzige Möglichkeit, einen Sichtkontakt in die geschlossene Zugangsschleuse herzustellen.
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Aus der Sicht des Schleusenwärters: Blick aus dem Schleusenwärter-Dienstraum durch die Schutzglas-Scheibe in die Zugangsschleuse. In der Bildmitte befindet sich der zuvor gereinigte Spiegel, der aus dieser Position einen Blick auf die äußere Schleusentür ermöglicht.

 

Unser aktuelles Titelbild

Unser aktuelles Titelbild auf der Startseite zeigt den Küchenbereich mit Ausgabe in der ehemaligen Zivilschutzanlage Hannover-Herrenhausen. Die Küche befand sich im Erdgeschoss des Schutzbauwerkes. Dieser ehemalige Luftschutzbunker wurde in den 1960er Jahren im technisch aufwändigsten Schutzbauprogramm des Bundes, dem Vorabprogramm des Instandsetzungsprogramms, für den Bevölkerungsschutz hergerichtet. Mit 2.700 Schutzplätzen war der „Schutzbau Herrenhäuser Str.“ die größte Zivilschutzanlage in Niedersachsen. Im Jahre 2014 begannen die Abrissarbeiten.