Januar 2008

Scheiden tut weh…

Mitte Januar informierte uns die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über den bevorstehenden Verkauf des Grundstücks. Unser Überlassungsvertrag wäre auf den neuen Eigentümer übergegangen. Aufgrund einiger vertraglicher Details, die wir nur schwer einem privaten Eigentümer gegenüber erfüllen konnten, kündigten wir den Vertrag noch vor dem Verkaufstermin.

Dank der tatkräftigen Hilfe vieler Vereinsmitglieder haben wir den „Auszug“ an einem Wochenende termingerecht abschließen können.

Im Nachhinein betrachtet ein überflüssiges Engagement? Bei oberflächlicher Betrachtung drängt sich diese Frage zwangsläufig auf. Für uns bedeutete jedoch bereits der Weg das Ziel. Unser junger und kleiner Verein hat durch die Arbeit seiner Mitglieder eindrucksvoll bewiesen, dass selbst nahezu aussichtslose Projekte mit Ernsthaftigkeit und persönlichem Einsatz betrieben werden.

Einige Vereinskameraden/Innen haben für die vielen Arbeitswochenenden tausende von Kilometern Fahrtstrecke auf sich genommen. Insgesamt wurden in sechs Monaten an 105 Tagen zusammen 1215 Arbeitsstunden abgeleistet, um die unter Denkmalschutz stehende Liegenschaft zu pflegen. Alle Arbeiten und Reparaturen erfolgten ehrenamtlich und auf Kosten des Vereins, bzw. privater Spender und Sponsoren. Eine Vergütung für geleistete Arbeiten oder Erstattung von Sachkosten war vertraglich ausgeschlossen. Für uns stand ausschließlich der gemeinnützige Erhalt eines Baudenkmals im Vordergrund.

Unser Fazit? Wir würden es wieder tun! Letztlich haben wir viele wertvolle praktische Erfahrungen sammeln können, die sich nicht mit Geld kaufen lassen. Wir möchten unseren Einsatz in Lüdersen nicht missen.

 

Abschließend noch eine Aufzählung der Tätigkeiten, die der Vorbei e.V. während der Überlassungsdauer in der GSVBw 21 durchführte.

Zaunanlage:

Beschädigungen am Außenzaun feststellen und wieder verschließen.

 

Außenbereich:

• Außenparkplätze freigelegt
• Entwässerung am Einfahrtstor gereinigt
• Regenwassergullis auf der Einfahrt und dem Vorplatz gereinigt und Verstopfungen beseitigt.
• Fußwege an der Einfahrt und dem Dienstgebäude freigelegt
• Parkplätze auf dem Gelände freigelegt und gesäubert
• Wilden Pflanzenbewuchs auf dem Vorplatz und den Wegen entfernt
• Außenbeleuchtung instand gesetzt und Lampengehäuse repariert
• Plattenweg zum Fernmeldegebäude (Bunker) freigeräumt
• Wiese hinter dem Dienstgebäude, über dem Bunker und an der Südseite des Geländes gemäht
• Bordsteine der Wegeinfassung freigelegt
• Zugänge zur Zisterne und diversen Bunkerbauwerken freigelegt
• Zaun an der Ostseite freigelegt und Außentor mit Schloss gesichert
• Falltür vom Kieslager gegen Öffnung gesichert (durch THW-Springe)
• Umgestürzte Bäume entfernt (durch THW-Springe)

 

Garage:

• Beleuchtung in der Garage instand gesetzt

 

Dienstgebäude:

• Unterspülte Wegplatten unterfüttert und neu ausgerichtet
• Fenstermechanik geschmiert
• Hauselektrik im Keller und Erdgeschoss instand gesetzt
• Fußböden und Sanitärräume gereinigt
• Baumbewuchs aus Schornstein entfernt
• Dachfenster gesichert
• Regenrinnen gereinigt, repariert und verstopfte Abläufe freigemacht
• Nottreppe vom Obergeschoss freigelegt
• Türschloss Notausgang Obergeschoss getauscht (ist nun von innen ohne Schlüssel zu öffnen)
• Abflussrohr im Keller repariert und Risse abgedichtet
• Beleuchtung im Keller und Flur instand gesetzt
• Regenrinne am Kellerüberdach gereinigt
• Kellerzugang von außen freigelegt
• Mülleimerschrank gereinigt und entleert
• Abgerissene Gardinen aufgehängt
• Glasscherben im und am Gebäude entfernt
• Wegen offener Kabel durch gestohlene Lampen und Steckdosen wurde das Obergeschoss von der Stromversorgung getrennt

 

Fernmeldegebäude (Bunker):

• Instandsetzung der Beleuchtung
• Sicherung der inneren Gittertür durch neues Schloss mit Notöffnungsmöglichkeit
• Abschmieren der Türscharniere
• Beseitigung von Scherben und Müll
• Aufräumen von Papieren und Gegenständen
• Instandsetzung der Lüftungsanlage
• Reparatur diverser Warn- und Kontroll-Lampen
• Fegen der Räume
• Aufräumen der Vermittlung und des Maschinenraumes
• Anbringen abgerissener Wandverkleidungen
• Befestigung der losen Krananlage im Brunnenraum (durch THW-Springe)
• Anbringen eines Hygrometers zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit und regelmäßige Lüftung des Bunkers (Vermeidung von Schimmelbildung)
• Instandsetzung des NEA-Diesels
• Instandsetzung von Wasserpumpen und Krananlage

 

abschlussgrillen - Januar 2008 - Virtuelles GSVBw-Museum, Bunker, Atombunker, Fernmeldebunker, Luftschutzbunker, Zivilschutzanlage, Museumsbunker, Bunkermuseum, GSVBw
Abschlussgrillen.
raeumung 00 - Januar 2008 - Virtuelles GSVBw-Museum, Bunker, Atombunker, Fernmeldebunker, Luftschutzbunker, Zivilschutzanlage, Museumsbunker, Bunkermuseum, GSVBw
Räumung des Dienstgebäudes.
raeumung 01 - Januar 2008 - Virtuelles GSVBw-Museum, Bunker, Atombunker, Fernmeldebunker, Luftschutzbunker, Zivilschutzanlage, Museumsbunker, Bunkermuseum, GSVBw
Entfernung des Fußbodenbelages in der Kellerbar.
raeumung 02 - Januar 2008 - Virtuelles GSVBw-Museum, Bunker, Atombunker, Fernmeldebunker, Luftschutzbunker, Zivilschutzanlage, Museumsbunker, Bunkermuseum, GSVBw
Räumung des Nebenraumes der Kellerbar.
raeumung 03 - Januar 2008 - Virtuelles GSVBw-Museum, Bunker, Atombunker, Fernmeldebunker, Luftschutzbunker, Zivilschutzanlage, Museumsbunker, Bunkermuseum, GSVBw
Räumung des Dienstgebäudes.
raeumung 04 - Januar 2008 - Virtuelles GSVBw-Museum, Bunker, Atombunker, Fernmeldebunker, Luftschutzbunker, Zivilschutzanlage, Museumsbunker, Bunkermuseum, GSVBw
Die Kellerbar befindet sich wieder in dem Zustand, wie sie vom Vorbei e.V. vorgefunden wurde.