GSVBw 45 – Einleitung und Themenübersicht

GSVBw – Die Grundnetzschalt- und Vermittlungsstellen der Bundeswehr

GSVBw 45 Jesberg – Einleitung und Themenübersicht

 

Die in diesem Bericht verwendeten Begriffe und Zusammenhänge im Rahmen der GSVBw-Thematik werden detailliert in unserem virtuellen GSVBw-Museum erläutert. Diese Dokumentation besteht aus mehreren Seiten. Eine Navigation ist über die Schaltflächen in der Kopf- und Fußzeile oder über das Inhaltsverzeichnis möglich.

Besonderheiten

Die GSVBw 45 stellt eine Besonderheit dar, da sie angemietete Betriebsräume in einer Verstärkerstelle der Deutschen Bundespost (DBP) nutzte. In diesen Räumlichkeiten erfolgte der Einbau der erforderlichen fernmeldetechnischen GSVBw-Einrichtungen. In etwa 400m Entfernung befand sich, räumlich getrennt, das Unterkunftsgebäude (Objekt 2) auf bundeseigenem Grund. Auch diese Gegebenheit stellt eine Besonderheit dar, da die Betriebsgebäude in allen übrigen GSVBw (mit Ausnahme der Untertageanlagen) in einer geschlossenen Liegenschaft platziert wurden. Durch diese Alleinstellungsmerkmale unterschied sich die GSVBw 45 deutlich von den übrigen Grundnetzschalt- und Vermittlungsstellen der Bundeswehr, die im Zuge von Sonderinfrastruktur-Baumaßnahmen errichtet wurden.

Diese Konzeption hat sich als besonders kostengünstig erwiesen. Für das Fernmeldebetriebsgebäude (Objekt 1) standen den geringen monatlichen Mietkosten von DM 870,00 (Stand 1993) erhebliche Einsparungen im Bereich Betriebskosten und Bauunterhaltung gegenüber. Laut Betriebskostenrechnung der STOV betrugen die Gesamtbetriebskosten der GSVBw-Infrastruktur jährlich etwa DM 60.000.

Im Rahmen einer Bedrohungsanalyse, durchgeführt von der Beratungskommission des WBK IV, wurde der GSVBw 45 in der Ortslage Jesberg nur eine geringe Gefährdungsstufe zugeordnet. Diese Einstufung führte dazu, dass keine gewerbliche Bewachung erfolgte. Aufgrund dieser Entscheidung konnten weitere Kosten eingespart werden.

Die Unterbringung in einer Liegenschaft der DBP wurde als großer Vorteil bewertet. Durch die direkte Nachbarschaft zu den Betriebsräumen der DBP bestand so die Möglichkeit, mit entsprechender technischer Ausrüstung nahezu jede gewünschte Leitungsschaltung im Netz der DBP zu beauftragen. Die Aufgabe der GSVBw 45 lag darin, den handvermittelten Fernsprechverkehr in der Region Kassel – Marburg – Gersfeld abzudecken.

In den Jahren 1990 bis 1992 wurde in der GSVBw 45 der feldmäßige Übergang in die Richtfunklinie zwischen Rheinland-Pfalz und Thüringen im Dauereinsatz betrieben. Diese Maßnahme stellte eine Fernmeldeverbindung zwischen der west- und ostdeutschen Fernmeldekomponente der Bundeswehr her.

Rückblick auf die Fernmeldegeschichte von Jesberg:

Der Ort Jesberg blickt auf eine lange Fernmeldegeschichte zurück. Diese Entwicklungen wurden in einem Pressebericht („Lange Fernmelde-Geschichte“, Fritzlar-Homberger Allgemeine vom 16. Mai 1995) wie folgt dargestellt. Eine Zusammenfassung:
Die Reichspost unterhielt in den 30er und 40er Jahren eine oberirdische Verstärkeranlage. Benötigt wurde diese Einrichtung für die Fernlinie Frankfurt – Gießen – Jesberg – Kassel.

Ab 1938 begann der Bau einer verbunkerten Verstärkerstelle mit zwei Untergeschossen. Anschließend verlegte dann die Post ab Herbst 1944 ihre fernmeldetechnischen Einrichtungen in den neuen Standort.

Während des zweiten Weltkrieges wurde in Jesberg eine Nachrichteneinheit der Luftwaffe stationiert. Weiterhin erfolgte die Verlegung des Flugsicherungskommandos von Kassel nach Jesberg. Ab diesem Zeitpunkt nutze die Luftwaffe die Liegenschaft.

Ostern 1945 übernahmen amerikanische Truppen die unzerstörte Reichspostverstärkerstelle. Im Jahre 1948 erfolgte die Übergabe der Liegenschaft an die Deutsche Post.

Von 1964 an mietete die Bundeswehr Teilbereiche der Bunkeranlage und installierte dort ihre fernmeldetechnischen Einrichtungen. Im Jahre 1965 nahm dann die GSVBw 45 (Bezeichnung zu diesem Zeitpunk noch GVBw 45) ihren Betrieb auf.

 

Themenübersicht

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Der Einschaltbefehl
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Das Unterkunftsgebäude
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Technische Ausstattung
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Fm-Verbindungen der DBP
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BwGN Fm-Verbindungen
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GSVBw-Verbindungen
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Aufgeschaltete TF-Gruppen
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Das Fm-Betriebsgebäude (Objekt 1)
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Militärisches und ziviles Personal
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Auflösung der GSVBw 45
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Abschluss der Auflösung

 

Quellenangaben (alle: Archiv Vorbei e.V.)

Befehl für die Einschaltung der GSVBw 45 / Wehrbereichskommando IV / 31.10.1964
Fotografien aus der Betriebszeit der GSVBw 45
Luftbildaufnahmen der Bundeswehr
Befehl für die Dienststellenübergabe / GSVBw 45 / 21.03.1991
Übergabeverhandlung (Wechsel des Dienststellenleiters) / GSVBw 45 / 22.03.1991
Organisations- und Stellenplan für Zivilpersonal / GSVBw 45 / 07.09.1992
Dienstvereinbarung über Arbeitszeitregelung in der Fernsprechvermittlung / GSVBw 45 / 21.12.1992
Dienstvereinbarung über Arbeitszeitregelung in der Fernschreibvermittlung / GSVBw 45 / 29.12.1992
Dienstposten-Besetzung Zivilpersonal der GSVBw 45 / GSVBw 45 / 01.10.1993
Briefing anl. der Einweisung in die GSVBw 45 / GSVBw 45 / 02.10.1993
Plan: Netzanbindung der Verstärkerstelle Jesberg DBP-Telekom
Netzplanauszug BwGN im FmSysBer 4 / FmFhrWB 4 – GrpFm 2 / 1993
Postvollmacht für die GSVBw 45 in der Kellerwaldstraße 1 / Postamt Jesberg / 11.02.1994
Auflösung von Grundnetzschalt- und Vermittlungsstellen der Bundeswehr hier: GSVBw 45 / Fernmeldesystemabschnitt 401 / 18.01.1995
Auflösung der GSVBw 45 / Fernmeldesystemabschnitt 401 / 19.01.1995
Informationsschreiben des Dienststellenleiters zur Auflösung der GSVBw 45 / Dez. 1994
Unterschriftenblatt Abschlussfeier der GSVBw 45 / 09.12.1994
Recherchearbeit des Vorbei e.V, vor Ort
Fritzlar-Homberger Allgemeine Nr.113 vom 16.05.1995

 

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