GSVBw 27 – Baufortschritt

GSVBw – Die Grundnetzschalt- und Vermittlungsstellen der Bundeswehr

GSVBw 27 Lingen – Baufortschritt

 

Am 20.06.1963 erfolgte die Truppendienstliche Unterstellung der GSVBw 27 (zu diesem Zeitpunkt lautete die Bezeichnung noch GSVBw Emsland) dem VBK Osnabrück.[3]

Im Rahmen einer Baubesprechung wurde der augenblickliche Ausbauzustand der Versorgungsanlagen im Januar 1965 durch das Staatshochbauamt Lingen mit 85% angegeben. Die Deutsche Bundespost (DBP) hat den Zeitpunkt zum Einbau der fernmeldetechnischen Einrichtungen auf den 01. März 1965 festgesetzt.[4],[5]

Am 01.03.1965 wurde der bisherige Ausbauzustand der GSVBw 27 dokumentiert. Wichtige Komponenten, wie z.B. die Netzersatzanlage (NEA), der Transformator und die Niederspannungs-Schaltanlage fehlten zu diesem Zeitpunkt noch. Die Fußböden und Malerarbeiten waren zu 50% fertig gestellt. Der Einbau der Elektroinstallation, Notwasserbehälter und Brunnenpumpe einschliesslich Filteranlagen war abgeschlossen.[6]

Für die GSVBw-Besetzung mit Fernmelde-Fachpersonal lagen etwa 100 Bewerbungen vor. Nach einer engeren Auswahl sollten sich die Bewerber am Samstag, den 20.03.1965, in der StOV Lingen einfinden, und über das Aufgabengebiet informiert werden. Aufgrund des Schichtdienstes rechnete man aber mit einer ablehnenden Entscheidung der Bewerber. Daher sollte die StOV Lingen veranlaßt werden, durch Zeitungsinserate Fachkräfte für die GSVBw 27 anzuwerben.[7]

Der örtliche Bauführer kündigte an, dass die Firma Beton und Monierbau den Abbruch der Baubaracken im März 1965 durchführt.[8]

Am 30. Juni 1965 informierte das Kommando Territoriale Verteidigung (KTV), dass die Inbetriebnahme der GSVBw 27 im ersten Quartal 1966 vorgesehen ist.[9]

Die Abnahme der Kraftstoffbehälterbatterie erfolgte am 08. Februar 1966. Im Rahmen dieser Abnahme soll die Tankanlage erstmalig befüllt werden. Für diese Erstbeladung wurde um die termingerechte Bereitstellung eines Tankfahrzeuges mit 26.000 Litern Dieselkraftstoff (F54) am Kraftstoffeinfüllstutzen gebeten.[10]

Am 22. und 23.03.1966 wurde eine Vorabnahme in der GSVBw 27 durchgeführt. Teilnehmer waren unter anderem Vertreter von folgenden Dienststellen und Abteilungen: Höherer Pi-Stab, WBK II, WBV II, GSVBw 27, StHBAmt Lingen, StOV Lingen sowie Bauleitung. Es folgte die Veranlassung, im Objekt 2 fünf Kellerräume für die Waffen- und Gerätelagerung mit Stahltüren und Fenstergittern auszustatten. Weiterhin musste ein abgesetzter Parkplatz in ca. 200m Entfernung zur GSVBw errichtet werden.[11]

Mit einem 24-stündigen Dauerbetrieb unter Last wurde am 24.03.1966 der Dieselmaschinensatz abgenommen. Stündlich erfolgte die Dokumentation verschiedener Betriebswerte im Abnahme-Versuchs-Betriebs-Protokoll:

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Im Abnahme-Versuchs-Betriebs-Protokoll vom 24.03.1966 wurden stündlich die aktuellen Betriebswerte dokumentiert. “Diesel Stop” vermerkte das Prüfpersonal am nächsten Tag um 10:05 Uhr auf Seite 3 des Protokolls.

 

[3] Truppendienstliche Unterstellung der FmK, GVBw und VVBw; Hannover, den 20.06.1963
[4] Protokoll Dienstreise am 13. – 14.1.1965 zur GSVBw 27 (Emsland)
[5] GSVBw 22, 23, 24, “Moorland” und “Emsland”, Besprechung mit OPD Bremem, WBK II, Az: 40-22-30, 15.01.1965
[6] Bisheriger Ausbaustand, GSVBw 27, 01.03.1965
[7] Protokoll Dienstreise am 04.- 05.03.1965 zur GSVBw 27 (Emsland)
[8] Protokoll Dienstreise am 10.- 11.03.1965 zur GSVBw 27 (Emsland)
[9] Auszugsweise Abschrift Fernmeldewesen GSVBw, Fertigstellung, Übernahme und Inbetriebnahme, KTV Az: 10-82-12-05, 30.06.1965
[10] Erstbeladung der Bevorratungstanks der GSVBw 27 mit Dieselkraftstoff, GSVBw 27, 02.02.1966
[11] Aktenvermerk Vorabnahme der Hochbauten am 22. u. 23.3.1966, StOV Lingen, Az. 45-10-60, 23.03.1966

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