Februar 2010

Im Februar prägte der Winter die Tätigkeiten auf dem GSVBw-Gelände: mehrmaliges Schneeräumen und die Beseitigung von gefährlichen Eisflächen im Außenbereich nahmen viel Zeit in Anspruch. Kurzeitig herrschten aber auch Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes. Aufgrund der Wetterbedingungen wurden weitere Arbeiten in die Innenbereiche verlegt. Im Rahmen eines Erfahrungsaustausches besuchte der Vorbei e.V. die Troposphären-Funkzentrale 301 und konnte interessante Eindrücke gewinnen.

Der schneebedeckte GSVBw-Wappenstein.
Der schneebedeckte GSVBw-Wappenstein.
Winterstimmung auf dem GSVBw-Gelände.
Winterstimmung auf dem GSVBw-Gelände.

 

Unter anderem erfolgte die Inbetriebnahme des Elektroherdes in der Notküche (Raum 33) des Fernmeldebunkers. Zuvor musste jedoch ein Problem gelöst werden: Der Elektroherd befand sich nicht mehr am vorgesehenen Standort in der Notküche, sondern wurde im dahinterliegenden Lagerraum für Lebensmittel (Raum 32) eingelagert. Aufgrund der äußeren Abmessungen ließ sich der schwergewichtige Herd nicht durch die Türöffnung transportieren und musste daher zerlegt werden. Da die einzelnen Heizfelder direkt an den Bedienelementen angeschlossen wurden, nahm die Demontage und der anschließende Zusammenbau einen weitaus größeren Zeitraum ein, als ursprünglich eingeschätzt.

Der schwergewichtige Elektroherd musste im Lagerraum für Lebensmittel (Raum 32) demontiert werden …
Der schwergewichtige Elektroherd musste im Lagerraum für Lebensmittel (Raum 32) demontiert werden …
… bevor er an seinem ursprünglichen Standort in der Notküche (Raum 33) wieder zusammengesetzt wurde.
… bevor er an seinem ursprünglichen Standort in der Notküche (Raum 33) wieder zusammengesetzt wurde.
Der Elektroherd steht nun wieder an seinem vorgesehenen Standort in der Notküche des Fernmeldebetriebsgebäudes.
Der Elektroherd steht nun wieder an seinem vorgesehenen Standort in der Notküche des Fernmeldebetriebsgebäudes.
Funktionstest: Wasser kochen in der Notküche.
Funktionstest: Wasser kochen in der Notküche.

 

Verschiedene Armeen – vergleichbare Anlagen: Im Februar besuchte der Vorbei e.V. einen ehemaligen Kommunikations-Bunker der Nationalen Volksarmee im Osten Deutschlands.

Versteckt im Wald, nördlich von Berlin gelegen, befindet sich die verbunkerte Troposphären-Funkzentrale 301. Von diesen Anlagen gab es, verteilt auf die Staaten des russischen Militärbündnisses (Warschauer Vertrag), insgesamt 26 – davon drei in der ehemaligen DDR. Das militärische Troposphären-Nachrichtensystem „BARS“ sollte auch nach dem Einsatz von Kernwaffen die Kommunikation der militärischen Führungsebene sicherstellen. Seit 2003 wird dieses Baudenkmal vom „Militärhistorisches Sonderobjekt 301 Wollenberg e.V.“ betreut. Hintergrund unseres Besuches war neben dem „Blick über den Gartenzaun“ auch der Erfahrungsaustausch mit Hobby-Kollegen.

Besonders bedanken möchten wir uns an dieser Stelle für die interessanten Gespräche, die ausführlichen Einblicke und die tolle Gastfreundschaft – wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Wer diese hervorragende Anlage besichtigen möchte, findet auf der Vereins-Webseite www.bunker-wollenberg.eu weitere Informationen. Wir raten zu einem Besuch – es lohnt sich!

Bunker Wollenberg: Das Außengelände.
Bunker Wollenberg: Das Außengelände.
Arbeitsplatz des Systems “BARS”.
Arbeitsplatz des Systems “BARS”.
Schaltfelder des Bauwerksdispatchers.
Schaltfelder des Bauwerksdispatchers.
Druckdichte Kabeleinführungen im Bunker.
Druckdichte Kabeleinführungen im Bunker.
Arbeitsplatz des Nachrichtendispatchers.
Arbeitsplatz des Nachrichtendispatchers.
Treppenhaus in der 2.ten Etage des Bunkers.
Treppenhaus in der 2.ten Etage des Bunkers.
Zugangstunnel zum Schutzbau.
Zugangstunnel zum Schutzbau.