April 2016

Zivilschutzanlage Hannover-Ricklingen: Arbeiten im Außen- und Innenbereich

Auch im April führten wir zahlreiche Besucherführungen im Museumsbunker Hannover durch. Nach wie vor besteht ein sehr großes öffentliches Interesse an unserer gemeinnützigen Vereinsarbeit. Neben den Besucherführungen beschäftigten wir uns jedoch auch mit Arbeiten im Außen- und Innenbereich der ehemaligen Zivilschutzanlage. Die Reinigung der Grünfläche vor dem Bunker zählt zu den regelmäßigen Arbeiten, die wir im Außenbereich durchführen. Auf der Grünfläche sammeln sich in kurzer Zeit zahlreiche Abfälle an, die wir mit einem speziell für diese Aufgabe beschafften Abfallgreifer aufsammeln und anschließend entsorgen. Nach der Reinigung stellt sich die Gesamtanlage wieder in einen gepflegten Erscheinungsbild dar.

Im Innenbereich setzten wir die Reinigungsarbeiten fort. Mit einem Industriesauger wurden die Zugangsschleusen gereinigt. Über eine Materialspende eines Führungsteilnehmers haben wir uns ganz besonders gefreut: Wir bekamen 3 Aluminium-Getränkekannen überreicht, die aus dem Lagerbestand einer anderen hannoverschen Zivilschutzanlage stammten. Damit konnten wir die Ausstattung des Museumsbunkers um weitere originale Gegenstände erweitern.

Im Dienste der Sauberkeit: Mit dem Abfallgreifer wird die Grünfläche vor dem Bunker gereinigt.
Im Dienste der Sauberkeit: Mit dem Abfallgreifer wird die Grünfläche vor dem Bunker gereinigt.
Die Grünfläche vor dem Bunker nach der Reinigung.
Die Grünfläche vor dem Bunker nach der Reinigung.
Reinigung der Zugangsschleusen mit einem Industriesauger.
Reinigung der Zugangsschleusen mit einem Industriesauger.
Willkommene Materialspende: Eine von insgesamt 3 Aluminium-Getränkekannen wurde in der Essensausgabe platziert.
Willkommene Materialspende: Eine von insgesamt 3 Aluminium-Getränkekannen wurde in der Essensausgabe platziert.

 

Besichtigung des Warnamt II in Bassum

Mit freundlicher Genehmigung der Eigentümerin besichtigten Mitglieder des Vorbei e.V. das ehemalige Warnamt II in Bassum.

In der Bundesrepublik Deutschland wurden bis in die 1990er-Jahre insgesamt 10 Warnämter betrieben. Der Warnamtsbunker bildete das Kernstück der Anlage. In diesem Schutzbauwerk sorgte das Betriebspersonal im Falle einer Gefahrensituation für die Alarmierung der Bevölkerung über das Sirenennetzwerk. Weiterhin war es möglich, aus dem Warnamtsbunker heraus Lagemeldungen an alle angeschlossenen Warnstellenempfänger auszugeben. Auch eine GSVBw verfügte über einen Warnstellenempfänger im Dienstraum des LdF (Raum 7).

Die Umfassungswände des Schutzbauwerkes weisen eine Stärke von 3 Meter auf. Insgesamt verfügt der Warnamtsbunker über 4 Etagen, von denen sich die Etagen 2 bis 4 unter Erdgleiche befinden. Die vierte Etage ist für Versorgungseinrichtungen vorgesehen und nicht mit Betriebsräumen ausgestattet.

Äußere Schleusendrucktür des Warnamts-Bunkers. Deutlich zu erkennen: Die 3 Meter starke Umfassungswand.
Äußere Schleusendrucktür des Warnamts-Bunkers. Deutlich zu erkennen: Die 3 Meter starke Umfassungswand.
Treppenbereich im Inneren des Warnamts-Bunkers.
Treppenbereich im Inneren des Warnamts-Bunkers.
Fernmeldetechnische Einrichtungen.
Fernmeldetechnische Einrichtungen.
Der Lage- und Einsatzraum erstreckt sich über zwei Etagen und weist daher eine doppelte Raumhöhe auf.
Der Lage- und Einsatzraum erstreckt sich über zwei Etagen und weist daher eine doppelte Raumhöhe auf.
Unterkunftsräume für das Betriebspersonal.
Unterkunftsräume für das Betriebspersonal.
Der Küchenbereich im Warnamtsbunker.
Der Küchenbereich im Warnamtsbunker.