April 2008

Im April wurden einige Grundsteine für künftige Projekte gelegt. Einzelheiten dazu werden wir in den kommenden Monaten berichten.

Als wichtigstes Ereignis im April sollte unsere erste Mitgliederversammlung nicht unerwähnt bleiben. Nach langer Vorbereitung folgten elf Mitglieder der Einladung des Vorstandes nach Erndtebrück ins Hochsauerland. Der Ort unserer Zusammenkunft war die ehemalige Luftverteidigungsanlage um den Bunker „Erich“.

Auf dem Programm unserer Versammlung fanden sich der Rückblick des Vorstandes auf die bisherige Vereinsarbeit, Berichte der Kassiererin und der Kassenprüfer sowie die Planung künftiger Projekte. Als Tagungsort stand uns der Kantinenbereich im ehemaligen Dienstgebäude zur Verfügung.

Ankunft am Dienstgebäude.
Ankunft am Dienstgebäude.
Eingang zum Dienstgebäude.
Eingang zum Dienstgebäude.
Im Kantinenbereich wurde die Mitgliederversammlung durchgeführt. Eintreffende Vereinsmitglieder unterzeichnen die Anwesenheitsliste.
Im Kantinenbereich wurde die Mitgliederversammlung durchgeführt. Eintreffende Vereinsmitglieder unterzeichnen die Anwesenheitsliste.

 

Nach dem offiziellen Teil hatten wir Gelegenheit, die Außenanlagen und den dreistöckigen Tiefbunker ausgiebig zu besichtigen. Die frühere Luftverteidigungsanlage war für die Luftraumüberwachung zuständig. Von dort konnten im Verteidigungsfall Informationen über feindliche Flugzeuge an Flugplätze und Flugabwehrstellungen gegeben werden. Besonders beeindruckend waren der riesige Kontrollraum mit einer beleuchteten, raumhohen Landkarte und das Tanklager mit insgesamt elf 33.000 Liter fassenden Dieseltanks. Für die netzunabhängige Stromversorgung standen sechs Dieselmotoren zur Verfügung. Davon allein vier Sechzehnzylinder mit Turboaufladung.

Nach dem Ende des „Kalten Krieges“ wurde die Anlage außer Dienst gestellt und verkauft. Der Eigentümer möchte interessierten Besuchern ein technisches Museum bieten, was sich aufgrund der vielfältigen Technik als arbeitsreiche Herausforderung darstellt.

Aufstieg zum Notausgang des Bunkers.
Aufstieg zum Notausgang des Bunkers.
Abstieg durch den Notausgang.
Abstieg durch den Notausgang.
Rohrleitungen im Bunker.
Rohrleitungen im Bunker.
Der Kontrollraum mit beleuchteter Lagekarte.
Der Kontrollraum mit beleuchteter Lagekarte.
Treppenaufgang im Bunker. Die Holzverkleidungen an den Innenflächen der Außenwände dienen als Splitterschutz.
Treppenaufgang im Bunker. Die Holzverkleidungen an den Innenflächen der Außenwände dienen als Splitterschutz.
Das ehemalige Rechenzentrum.
Das ehemalige Rechenzentrum.
Das Tanklager im Bunker besteht aus 11 Behältern mit je 33.000 Liter Fassungsvermögen.
Das Tanklager im Bunker besteht aus 11 Behältern mit je 33.000 Liter Fassungsvermögen.
Vier 16-Zylinder-Sofortbereitschafts-Aggregate zur Stromerzeugung.
Vier 16-Zylinder-Sofortbereitschafts-Aggregate zur Stromerzeugung.
Kompressoren.
Kompressoren.
Die Luftfilteranlage.
Die Luftfilteranlage.
Schalttafeln, Messinstrumente und Steuerungspult in der Warte.
Schalttafeln, Messinstrumente und Steuerungspult in der Warte.
Abschlussgespräche auf dem Bunker.
Abschlussgespräche auf dem Bunker.

 

Nach unserer Erkundungstour begann der gemütliche Teil. Übernachten konnten wir in den ungenutzten Zimmern des ehemaligen Unterkunftsbereiches. Nach einer recht kurzen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück traten alle Teilnehmer den Heimweg an. Informationen zu unserem Tagungsort gibt es unter http://www.kommandobunker.de.